An dieser Stelle berichten zwei Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen (KHSB) von ihren Erfahrungen bei ihrer Kooperation mit der Obdachlosen-Uni Berlin im Rahmen der sogenannten "Startwerkstatt". Die Startwerkstatt findet an der KHSB im ersten Semester für angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter statt:
Besuch eines Herthaspiels im Rahmen der Obdachlosen-Uni in Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule.
Am 21. April 2019 ging es für sechs Teilnehmende und uns, zwei Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, ins Olympiastadion zum Osterspiel Hertha gegen Hannover. Vorher trafen wir uns in der Wohnungsloseneinrichtung in der Paul-Gesche-Straße, um uns in einem gemütlichen und entspannten Kontext kennenzulernen.
Zusammen spielten wir Spiele wie das Spinnennetz, was mit Hilfe eines Wollfadens, der von Spieler zu Spieler geworfen wird, beim Nameneinprägen hilft. Schon hier waren die Teilnehmenden mit Freude dabei und warfen eigene Ideen und Fragen ein, die sie von den anderen erfahren wollten.
Auch das gegenseitige Portraitieren, bei dem jede/r Teilnehmende an der Entstehung aller anderen Bilder teil hat, machte Spaß und wurde gut angenommen. Um nun ein bisschen mehr über uns zu erfahren, haben wir Studierenden im Vorhinein Fragen zu unterschiedlichsten Themen wie eigenen Vorlieben, Charaktereigenschaften oder der Vergangenheit vorbereitet.
In Paaren, die nach jeder Frage wechselten, konnten wir ein bisschen ins Reden kommen und uns austauschen. Mittags gab es noch eine letzte Stärkung mit mitgebrachtem Nudelsalat, Brot und Obst, bevor es mit der Bahn zum Olympiastadion ging. Die Fahrt wurde zum tatkräftigen Quatschen und Austauschen genutzt. Die Gruppe ist durch das Kennenlernen in der Einrichtung zusammengewachsen und es ist ein entspanntes Miteinander entstanden.
Durch übrig gebliebende Karten, legten wir den Teilnehmenden die Verantwortung in die Hand, sie vor dem Stadion zu verkaufen und so ein wenig Geld für ein geplantes Essen im Nachhinein zu verdienen. Diese Gelegenheit nutzten ein paar dafür, auch ihre Karten mitzuverkaufen und so waren wir am Ende noch zu sechst im Stadion.
Für die gebliebenen Teilnehmenden war es eine schöne Erfahrung und etwas, worauf sie sich schon von Beginn des Projektes an gefreut haben.
Letzten Endes war es ein gelungener Tag, der es ermöglichte uns gegenseitig besser kennenzulernen und dabei half, Grenzen abzubauen.
Foto: Rainer von Dziegielewski
Neuen Kommentar schreiben